ADER
Leiter mit seiner Isolierung einschließlich vorhandener Leitschichten.

ADERLEITUNG
Einadrige Leitung für geschützte feste Verlegung, z. B. in Rohren oder Kanälen.

AUSSENKABEL
Kabel geeignet für Außenverlegung.

AWG
Abkürzung für American Wire Gauge.
Die AWG ist eine Standard-Maßangabe von Leiterabmessungen und kennzeichnet elektrische Leitungen aus Litzen und massivem Draht. In der Elektrotechnik wird die AWG zur Bezeichnung des Querschnitts von Adern verwendet.

AWM
UL-Bezeichnung für Appliance Wiring Material.

BANDBREITE
Unter der Bandbreite versteht man den Frequenzbereich, den ein Netzwerk (auch Übertragungsmedium) verarbeiten kann. Je größer die Bandbreite ist, um so mehr Informationen können in einer Zeiteinheit über das Netz übermittelt werden.

BERÜHRUNGSSPANNUNG
Teil einer Fehlerspannung, der von Menschen überbrückt werden kann.

BESTELLÄNGE
Vom Auftraggeber bestellte Kabel- oder Leitungslänge.

BETRIEBSKAPAZITÄT
Bei einer Ader: Kapazität zwischen einem Leiter und allen übrigen miteinander, ggf. mit dem Metallmantel verbunden Leitern eines Kabels.

Bei Leitungskreisen mit Paar, Vierer und Phantom: Kapazität zwischen den Adern a und b dieser Leitungskreise.

BEWEHRUNG
Metallhülle aus Bändern, runden oder flachen Drähten zum Schutz des Kabels gegen äußere mechanische Beanspruchungen.

BEWICKLUNG
Über Verseilverbund bzw. Kabelseele ein oder mehrere Lagen, Bänder aus Kunststoff oder Papier.

BRANDFORTLEITUNG
Eigenschaft, die das Verhalten des Kabels unter Flammeinwirkung beschreibt (siehe auch Brennverhalten).

BRANDLAST
Energie, die beim Verbrennen einer bestimmen Menge Kabel bzw. anderer Baumaterialien freigesetzt wird. Die maximal zulässige Brandlast in bestimmten Bauabschnitten wird in VDE 0108, Beiblatt 1, sowie ggf. den Landesbauordnungen festgelegt.

BRENNVERHALTEN
Eigenschaft, die das Verhalten des Kabels unter Flammeinwirkung (insbesondere die Brandfortleitung) beschreibt. Die Prüfung erfolgt nach VDE 0472 T. 804

BRITISH STANDARD WIRE GAUGE
Abwandlung von Birmingham Wire Gauge, eine gültige Normung in Großbritannien für alle Drähte. Auch bezeichnet als:

SWG (Standard Wire Gauge)
NBS (New Britsh Standard)
English Legal Standard
Imperial Wire Gauge.

BÜNDELADER
Aderaufbau, bei dem mehrere Fasern, die in einer gemeinsamen Hülle geführt werden.

BUS
Eine Netzwerktopologie, die sich dadurch auszeichnet, dass ein einzelnes Kabel zu allen Arbeitsstationen führt.

COATING
Primärbeschichtung eines Lichtwellenleiters.

DÄMPFUNG
Reduzierung der Signalamplitude während der Übertragung in einem Medium. Die Dämpfung nimmt mit zunehmender Frequenz und Kabellänge zu. Das bedeutet zugleich, dass der Signalpegel bei zunehmender Dämpfung verschlechtert wird.

DESINA®
Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) hat mit DESINA® – DEzentrale und Standardisierte INstAllationstechnik – ein umfassendes Gesamtkonzept für die Standardisierung der elektrischen Installation von Anlagen und Maschinen entwickelt. Unter Nutzung neuester Technologien sollen:
> die Installation vereinfacht
> die Montage- und Instandsetzungsarbeiten beschleunigt und
> deren Qualität gesteigert werden
> Dezentralisierung bedeutet, dass Steuerungskomponenten und deren Funktionen aus dem zentralen Schaltschrank ausgegliedert und in die Feldebene verlagert werden

DEZIBEL (DB)
Dämpfungsmaß, wenn der dekadische Logarithmus von Strom-, Spannungs- oder Leistungsverhältnissen angegeben wird.
1 dB = 0,115 Np (Neper) oder
1 Bel = 10 dB.

DISPERSION
Streuung der Signallaufzeit in einem Lichtwellenleiter.

DURCHSCHLAG
Ladungsausgleich, bei dem eine Isolation zerstört wird.

EIA
Electronic Industries Association

EINFÜGEDÄMPFUNG
Die Einfügedämpfung ist der Verlust optischer Leistung, die durch Einfügen eines optischen Bauteils verursacht, wie z.B. eines Verbindungselements in ein optisches Übertragungssystem, wird.

ELASTOMERE
Elastomere sind formfeste, aber elastisch verformbare Kunststoffe.
Aufgrund ihrer Dehnbarkeit lassen sich Elastomere durch Einwirkung einer geringfügigen Kraft um mindestens das Doppelte ihrer Ausgangslänge dehnen. Nach Aufhebung des Zwanges kehren sie jedoch rasch und praktisch vollständig wieder in die ursprüngliche Form zurück.

EMV
Die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) bezeichnet den erwünschten Zustand, dass sich technische Geräte untereinander nicht durch ungewollte elektrische oder elektromagnetische Effekte störend beeinflussen. EMV steht dabei auch für Störfestigkeit und Störaussendung eines Kabels oder eines Systems.

EN 50167
Die europäische Norm EN 50167 beschreibt die Bauart für Tertiär-Kabel mit gemeinsamen Schirm für die digitale Kommunikationsübertragung.

EN 50168
Im Gegensatz zur EN 50167 spezifiziert die europäische Norm EN 50167 die Bauart für Geräteanschlusskabel mit gemeinsamen Schirm für die digitale Kommunikationsübertragung.

EN 50173
Europäische Norm für die dienstneutrale Gebäudeverkabelung
Die EN 50173 wurde nahezu 1:1 von der internationalen Verkabelungsnorm ISO/IEC DIS 11/801 übernommen. Modifiziert wurde die Norm jedoch speziell mit Blick auf die europäischen Anforderungen bezüglich der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV). Alle CENELEC Mitglieder sind angehalten, der europäischen Norm den Status einer nationalen Norm einzuräumen.

EN 50222
Europäische Norm für die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV).

EXTRUDIEREN
Verfahren zum kontinuierlichen Aufbringen von Isolier- oder Mantelwerkstoffen.

FERTIGUNGSLÄNGE
Länge eines Kabels oder einer Leitung am Ende des Herstellungsprozesses.

FERTIGUNGSLOS
Kabel- oder Leitungslängen, die unter Bedingungen gefertigt sind, die als einheitlich angesehen werden.

FLAMMWIDRIGKEIT
Eigenschaft, die das Verhalten des Kabels unter Flammeinwirkung beschreibt (siehe auch Brennverhalten).

FREQUENZ
Anzahl der Schwingungen in einer Sekunde.

FREQUENZBAND
Frequenzbereich oder Wellenbereich.

FUNKTIONSERHALT
Der Funktionserhalt von Kabeln und Leitungen gibt an, wie lange im Brandfall die Versorgung bestimmter Bereiche oder Anlagen sichergestellt werden kann bzw. muss.
Ein Funktionserhalt für Kabelanlagen über 30 oder 90 Minuten wird gem. VDE 108 sowie den geltenden Landesbauordnungen für bestimmte Bauabschnitte gefordert.
Der Nachweis erfolgt durch die Prüfung nach DIN 4102 T. 12. Für die geprüfte Kabelanlagen wird von einer Amtlichen Materialprüfanstalt ein spezielles Bauaufsichtliches Prüfzeugnis ausgestellt.

GEMEINSAME ADERUMHÜLLUNG
Nichtmetallene Hülle, die die verseilten Adern eines mehr- oder vieladrigen Kabels bedeckt und über der weitere Aufbauelemente aufgebracht sind.

GLASFASER
Sehr dünne, flexible Ader aus Glas zur Übertragung digitaler oder analoger Signale in Form von Lichtimpulsen mit hoher Impulsrate (hohe Bandbreite).
Laser oder lichtemittierende Dioden (LEDs) senden Lichtimpulse, die durch Totalreflexion in der Faser übertragen werden.
Eine Glasfaser besteht aus zwei zum Schutz umgebenen Schichten (Primär und Sekundärcoating).

GRADIENTENFASER
Glasfasern mit nach außen hin abnehmender Brechungszahl. Dadurch werden die Lichtimpulse innerhalb der Kernfaser zur Kernmitte hin reflektiert und können somit die Faser schneller durchlaufen. Dadurch werden sehr geringe Dispersionswerte und somit eine entsprechend große Übertragungsbandbreite von ca. 1 GHz erzielt.

GRUNDBÜNDEL
Ein Grundbündel (Fernmelde-Kabel) besteht aus 5 zusammengefassten Stern-Vierern.

HAUPTBÜNDEL
Ein Hauptbündel (Fernmelde-Kabel) besteht aus 5 oder 10 zusammengefassten Grundbündeln.

HERTZ (HZ)
Einheit für die Frequenz in einer Sekunde.

HF
Abkürzung für Hochfrequenz.

HYBRIDKABEL
Mehradrige Kabel, die aus mehreren Komponenten bestehen.

IMPEDANZ
Scheinwiderstand eines elektronischen Vierpols. Er setzt sich aus dem ohmschen Widerstand und den frequenzabhängigen Widerständen von Induktivitäten und Kapazitäten zusammen.

INDUKTION
Elektromagnetische Induktion ist der Vorgang, bei dem in einem Leiter ein EMK erzeugt bzw. bei geschlossenem Stromkreis ein Induktionsstrom hervorgerufen wird.

INDUKTIVE KOPPLUNG
Gegeninduktivität zwischen zwei Sprechkreisen.

INNENKABEL
Kabel für die Verlegung in Innenräumen.

INNENLEITER
Bei Koaxialpaar im Kern liegende Zentralleiter, Innenleiter genannt.

ISDN
Abkürzung für Integrated Service Digital Network.
Die deutsche Übersetzung Integriertes digitales Netz steht für die Zusammenfassung der unterschiedlichen Postdienste über gemeinsame Digitalschalter und Digitalpfade, wie z. B. Fernsprecher, Datenübertragung u.s.w.

ISOLATIONSERHALT
Der Isolationserhalt gibt an, über welchen Zeitraum eine mechanisch nicht belastete Leitung unter Flammeinwirkung ihre minimale Isolationsfähigkeit beibehält. Aus dem Isolationserhalt ist jedoch nicht abzuleiten, wie lang die Leitung im Brandfall ihre volle Funktionstüchtigkeit behält.
Der Isolationserhalt über 180 Minuten wird durch die Prüfung nach VDE 0472 T. 814 nachgewiesen. Kabel mit dieser Eigenschaft wird mit dem Kurzzeichen “FE 180” ergänzt.Er wird oft mit dem Funktionserhalt verwechselt.

ISOLATIONSWIDERSTAND
Ohmscher Widerstandsanteil zwischen elektrischen Leitern.
Er wird bestimmt durch das Isolationsmaterial, wobei die Materialbeschaffenheit entscheidender ist als die Isolationsdicke.
Der Isolationswiderstand ist längenabhängig.

ISOLIERHÜLLE
Isolierung, die auf einem Leiter aufgebracht ist.

KABELSEELE
Ein Verseilbund in konzentrischen Lagen oder in Bündelverseilung einschließlich Bewicklung und/oder des darüberliegenden Innenmantels.

KOPPLUNGSWIDERSTAND
Maß für die Güte der Schirmung. Der Kopplungswiderstand wird definiert als das Verhältnis der Spannung längs des Schirms des gestörten Systems zum Strom des störenden Systems.

KUNSTSTOFFKABEL
Kabel mit einer extrudierten Isolierung aus Kunststoff, wie z. B. PVC oder VPE.

KURZSCHLUSSFEST
Ein Betriebsmittel gilt als kurzschlussfest, wenn es den thermischen und dynamischen (mechanischen) Wirkungen des an seinem Einbauort zu erwartenden Kurzschlussstromes standhält, ohne dass seine Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird.

KURZSCHLUSSSICHER
Strombahnen und Betriebsmittel sind kurzschlusssicher, wenn unter bestimmungsgemäßen Betriebsbedingungen kein Kurzschluss auftreten kann.

KURZSCHLUSSSTROM
Überstrom, der infolge eines Fehlers zwischen zwei aktiven Leitern zum fließen kommt.

LAN
Abkürzung für Local Area Network. Ein Netzwerk in einem geographisch begrenzten Raum, einem Büro, Gebäude, Gebäudekomplex oder auf einem Werksgelände.
Das lokale Netzwerk weist eine Datenübertragungstechnik aus, die sich durch hohe Bandbreite und Wirtschaftlichkeit auszeichnet und den Anschluss zahlreicher Knoten ermöglicht.

LEITER
Teil aus einem oder mehreren Metalldrähten zum Fortleiten des elektrischen Stroms.

LEITER, EINDRÄHTIG
Leiter, der nur aus einem einzelnen Draht besteht.

LEITER, FEINDRÄHTIG
Leiter, der aus vielen dünnen Einzeldrähten besteht.

LEITER, KONZENTRISCH
Leiter, der einen oder mehrere isolierte Leiter konzentrisch umschließt.

LEITER, MEHRDRÄHTIG
Leiter, der aus mehreren Einzeldrähten besteht.

LEITER, SEKTORFÖRMIG
Leiter, dessen Querschnitt annähernd einem Kreissegment entspricht.

LEITER, VERDICHTET
Verseilter Leiter, bei dem die Zwischenräume zwischen den Einzeldrähten durch mechanische Pressung oder durch Ziehen verkleinert wurde.

LEITERWIDERSTAND
Gleichstromwiderstand des metallenen Leiters.

LEITERWIDERSTAND
Gleichstromwiderstand des metallenen Leiters.

LEITSCHICHT
Leitende Schicht zur Steuerung des elektrischen Feldes der Isolierhülle und zur Vermeidung von Hohlräumen an den Grenzen der Isolierhülle.

LICHTWELLENLEITER
Optisches Übertragungsmedium hergestellt aus Glas oder Kunststoff. Der Kern aus optisch transparentem Material mit geringer Dämpfung ist umgeben mit einem Mantel ebenfalls aus optisch transparentem Material mit niedrigerer Brechzahl als der des Kerns. Der Lichtwellenleiter dient der Übertragung von Signalen im Bereich der optischen Frequenz.

LICHTWELLENLEITER
Optisches Übertragungsmedium hergestellt aus Glas oder Kunststoff. Der Kern aus optisch transparentem Material mit geringer Dämpfung ist umgeben mit einem Mantel ebenfalls aus optisch transparentem Material mit niedrigerer Brechzahl als der des Kerns. Der Lichtwellenleiter dient der Übertragung von Signalen im Bereich der optischen Frequenz.

LIEFERLÄNGE
Länge des Kabels oder der Leitung bei der Lieferung.

LOSS
Verlust, z. B. bei einer Übertragungsstrecke.

LUFTKABEL
Kabel, die zwischen zwei Masten aufgehängt werden. Luftkabel und Strahldrahtseil sind durch einen Kunststoffmantel überzogen und miteinander verbunden.

MANTEL
Geschlossene Hülle zum Schutz der darunterliegenden Aufbauelemente.

MANTELLEITUNG
Ein- oder mehradrige Leitung mit Mantel für feste Verlegung.

MEHRMODENFASER
Siehe auch Multimodefaser.

MHZ
Eine Million Schwingungen in der Sekunde.

MODEN
Mögliche Ausbreitungswege der Lichtwellen in einem Lichtwellenleiter.
Bildlich kann man sich die Moden vorstellen, wenn man davon ausgeht, dass Lichtstrahlen in unterschiedlichen Winkeln in Leiter eingekoppelt werden. Ein Strahl, der sich parallel zur optischen Achse ausbreitet, muss nie am Kern/Mantel-Übergang reflektiert werden. Er durchquert den LWL auf dem kürzesten Weg und damit am schnellsten. Licht, das nicht parallel zur optischen Achse verläuft, nimmt einen Zick-Zack-Kurs durch den LWL und braucht daher länger. Je größer der Winkel ist, um so länger sind Weg und Laufzeit.

MODULATIONSKABEL
Zur Fernsehübertragung von einem zentralen oder einem Abzweigpunkt zu Fernsehsendern.

MONOMODEFASER
Siehe auch Singlemodefaser.

MULTIMODEFASER
Bei der Multimodefaser können sich im Unterschied zur Singlemodefaser mehrere Moden ausbreiten.

NENNSPANNUNG
Geeigneter gerundeter Wert einer Spannung zur Bezeichnung eines Kabels oder einer Leitung.
Sie wird durch die Angabe von 2 Wechselspannungen (Uo/U) in kV ausgedrückt:
Uo – Effektivwert zwischen einem Außenleiter und Erde
U – Effektivwert zwischen zwei Außenleitern eines mehr oder vieladrigen Kabels oder eines Systems von einadrigen Kabeln im Drehstromnetz.

NENNWERT
Ein geeigneter gerundeter Wert einer Größe zur Bezeichnung oder Identifizierung eines Elements, einer Gruppe oder Einrichtung.

NVP
Abkürzung für Nominal velocity of propagation.
NVP Signale breiten sich in allen Datenkabeln mit einer Geschwindigkeit aus, die geringer ist als die Lichtgeschwindigkeit.
Der NVP-Wert gibt das Verhältnis zur Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichtes an. Sie dient u. a. zur Berechnung der Laufzeit des Signals.

OHM
Ein elektrischer Leiter, durch den ein Strom von 1 Ampere fließt, hat den Widerstand 1 Ohm, wenn die Spannung zwischen seinen Enden 1 Volt beträgt.

ORTSKABEL
Kabel für Fernsprechortsnetze, je nach Verwendungszweck unterteilt in Ortsanschlusskabel und Ortsverbindungskabel.

OZONBESTÄNDIGKEIT
Bei Hochspannungsleitungen für Neonröhren, Zündkerzen und Röntgenröhren entsteht durch hohe elektrische Feldstärken an der Grenze Kabel zu Luft Ozon. Dieses greift insbesondere bei zusätzlicher mechanischer Beanspruchung die Isolation an. Bei Kautschuk entstehen die gefürchteten Ozonrisse.

PAAR
Zwei miteinander verseilte Adern, die einen Leitungskreis (Schleife) bilden.

PIMF
Paare in Metallfolie, einzeln geschirmte Paare in Fernmelde- oder LAN-Kabeln.

PRIMÄRVERKABELUNG
Die übergreifende Verbindung zwischen zwei Gebäuden bzw. deren Hauptverteilern.

QUERLEITWENDEL
Kupferband zur Herstellung einer leitenden Verbindung der einzelnen Drähte eines Schirms oder konzentrischen Leiters.

RAUCHDICHTE
Die Rauchdichte wird an halogenfreien Kabeln und Leitungen entsprechend VDE 0472 T. 816 gemessen, entspricht IEC 1034-1.

REGELLÄNGE
Für bestimmte Typen festgelegte Länge, die zur Auslieferung gelangen, wenn nicht anders vereinbart.

RICHTWERT
Wert einer Größe, dessen Einhaltung empfohlen wird, ohne dass Grenzwerte vorgegeben sind.

RÜCKFLUSSDÄMPFUNG
Logarithmisches Verhältnis der eingestrahlten Lichtleistung zur zurückgestrahlten Leistung.

SCHALTDRAHT
Installationsdraht zum Verbinden von verschiedenen Stromkreisen.

SCHALTKABEL
Zur Verbindung von mehreren Fernmeldegeräten.

SCHIRM (STARKSTROMKABEL)
Metallene Hülle aus Kupferdrähten und/oder Kupferbändern, auch aus geflochtenen Kupferdrähten.

SCHIRMUNG (FERNMELDE-, ELEKTRONIK-, LAN-KABEL)
Die Schirmung reduziert elektromagnetische Einstreuungen und Interferenzen auf den signalführenden Leiter sowie Streuungen aus dem Kabel auf die Umwelt. Üblich sind Folien- und Geflechtschirmungen.
Ein Maß für die Schirmgüte ist der Kopplungswiderstand.

SCHLAUCHLEITUNG
Ein- oder mehradrige flexible Leitung mit Mantel.

SCHLEIFENWIDERSTAND
Eine Summe der Gleichstromwiderstände von 2 Adern – die Hin- und Rückleitung eines Leitungskreises.

SEKUNDÄR-VERKABELUNG
Die vertikale Verbindung zwischen den Etagenverteilern (Steigbereich).

SINGLEMODEFASER
Bei der Singlemodefaser, auch Monomodefaser genannt, kann sich im Lichtwellenleiter nur eine Mode ausbreiten. Die Dispersion bei Singlemodefasern ist sehr gering. Als Sendeelement wird eine Laserdiode verwendet.

SPANNUNGSABFALL
Potentialdifferenz zwischen zwei Punkten eines elektrischen Leiters.

STAKU
Stahlkupfer, Kupfer und Stahl zusammen verschweißt.

STARKSTROMBEEINFLUSSUNG
Gefährdung oder Störung des Nachrichtenverkehrs in Fernmeldeanlagen durch Starkstromanlagen.

STEGLEITUNG
Mehradrige Leitung, bei der die Adern flach nebeneinander angeordnet sind und von einer dünnen Umhüllung umgeben sind, für geschützte feste Verlegung z. B. in oder unter Putz.

STERN-VIERER
Vier miteinander verseilte Adern, von denen jeweils 2 diametral gegenüberliegende einen Leitungskreis (Stamm, Schleife) bilden.

STROMBELASTBARKEIT
Höchstzulässiger Strom, der unter festgelegten Bedingungen übertragen werden kann.

STÜCKPRÜFUNG
Prüfung an jeder Fertigungslänge.

SZ-VERSEILUNG
Verseilen mit wechselnder Schlagrichtung.

TERTIÄR-VERKABELUNG
Die horizontale Verbindung zwischen den Etagenverteilern und den Arbeitsplätzen.

THERMOPLASTE
Thermoplaste sind aus linearen bzw. verzweigten Molekülen aufgebaut, die sich im warmen Zustand verformen bzw. bei Kälte verfestigen.

TRAGORGAN
Bauelemente eines Kabels oder einer Leitung zur Aufnahme von Zufkräften.

TRENNSCHICHT
Dünne Lage zur Vermeidung gegenseitiger schädlicher Einflüsse zwischen verschiedenen Aufbauelementen, z. B. Leiter und Isolierung, Isolierung und Mantel.

TWISTED PAIR
Leiterpaare, die miteinander verdrillt (verseilt) sind. Unterschieden wird zwischen:
Unshielded Twisted, Pair (ungeschirmt) = UTP
Foiled Twisted Pair (foliengeschirmt) = FTP
Shielded Foiled Twisted Pair (folien- und geflechtgeschirmt) = S/FTP
Shielded Shielded Twisted Pair Paar (einzeln geschirmt sowie Gesamtschirm) = S/STP

ÜBERSTROM
Strom, der die zulässige Strombelastbarkeit lz überschreitet.

ÜBERSTROMSCHUTZORGAN
Schmelzsicherungen, Überstromschutzschalter

VERBRENNUNGSWÄRME
siehe Brandlast

VERDRAHTUNGSLEITUNG
Einadrige Leitung für die innere Verdrahtung von Betriebsmitteln.

VERLUSTFAKTOR
Verhältnis von Wirkleistung zu Blindleistung bei sinusförmiger Spannung. Der Verlustfaktor ist temperatur-, kapazitäts- und frequenzabhängig.

VERLUSTLEISTUNG
Die in Wärme oder sonstige Verlustenergie umgesetzte Leistung.

VERWÜRGEN
Wendelförmiges Zusammenlegen von Einzeldrähten ohne vorgegebene geometrische Anordnung im Litzenquerschnitt.

VIERER
siehe Stern-Vierer

VIMF
Vierer in Metallfolie, einzeln geschirmte Vierer in Fernmelde- oder LAN-Kabeln.

VOLT
Ein Volt ist jene Spannung, die in einem Widerstand von 1 Ohm einen Strom von 1 A hervorgeruft.

WANDDICKE
Dicke einer Leiterisolation oder eines Mantels.

WELLE
Schwingende, sich von einem Punkt fortpflanzende Bewegung.

WELLENBEREICH
Je nach Anwendung Unterteilung der Frequenzen in verschiedene Bereiche.

WELLENLÄNGE
Länge einer vollen Wellenschwingung (Periode). In der optischen Nachrichtentechnik werden üblicherweise drei Wellenlängenbereiche genutzt, und zwar 850 nm, 1300 nm und 1500 nm.

WELLENWIDERSTAND
Das auf einer reflexionsfrei abgeschlossenen Leitung gemessene Verhältnis von Strom und Spannung. Er wird durch die geometrischen Abmessungen und von Materialkonstanten bestimmt.

WESTERNSTECKER
Umgangssprachliche Bezeichnung für Stecker, die eine Bauform gleich oder ähnlich der von RJ45-Steckern haben.

ZÄHLGRUNDBÜNDEL
Bei niederpaarigen Außenkabeln aus 5 Vierern zu einem Grundbündel und mehreren Grundbündeln in Lagen verseilt.
Das Grundbündel mit rotem offenen Kennwendel als Zählelement (Zählgrundbündel) in jeder Lage gekennzeichnet, die anderen Grundbündel haben offene weiße Wendel.

ZÄHLHAUPTBÜNDEL
Bei hochpaarigen Außenkabeln aus mehreren Hauptbündeln, die aus mehreren Grundbündeln bestehen.
Das Hauptbündel mit einer roten offenen Kernwendel als Zählelement (Zählhauptbündel) in jeder Lage gekennzeichnet, die anderen Hauptbündel haben weiße offene Wendel.

ZUGFESTIGKEIT
Die auf den Querschnitt bezogene Zugspannung, die beim Zugversuch bei einer gegebenen Zeitdauer ohne Reißen ausgehalten werden muss.

ZUGSPANNUNG
Zugspannung/Istquerschnitt. Auf die Flächeneinheit des Leiterquerschnittes bezogene Zugkraft.

ZUSATZLAST
Genannte Eislast bei Freileitungen.

ZWICKELFÜLLUNG
Material zum Füllen von Zwischenräumen zwischen Verseilelementen.

ZWILLINGSLEITUNG
Zweiadrige flexible Leitung, bei der sich die Adern leicht voneinander trennen lassen.